Auf dieser Seite finden Sie:
1. Projekte des Stadtseniorenrates
2. Großer Seniorennachmittag der Stadt Nagold
3. Telefonkette
7. Informationstag für Senioren 2003/2005
8. Bücherkiste im CAP / Biosfär-Markt
10. Seniorenreisen
11. Partnerstadt Longwy, Frankreich
12. Partnerstadt Jesenice/Kranjska Gora Slowenien
13. Freundschaftlich verbunden : Friedrichroda, Thüringen (2008)
14. Sozialpreis des Kreisseniorenrates Calw e.V.
15. Seniorenlesen in der Stadtbibliothek
Der Stadtseniorenrat Nagold wurde ursprünglich gegründet um ein Bindeglied zwischen allen Senioren- und den Selbshilfegruppen zu sein. Dazu kamen noch Kontakte zu den Bildungseinrichtungen und nicht zuletzt zu Hilfsdiensten dazu. Diese Beziehungen gibt es auch heute noch, aber es kündigten auch immer mehr Aufgaben an, die möglichst von einer zentralen Stelle wahrgenommen werden sollten. Daraufhin kam es zu einer neuen Ausrichtung des Stadtseniorenrates. Er konzentrierte sich auf die Definition von Aufgaben, die für alle Seniorinnen und Senioren der Stadt und der Teilorte Nutzen bringen sollten. Diese Ausrichtung bedeutete eine neue organisatorische Ausrichtung. Die Aufgaben wurden nicht mehr voll allen Mitgliedern – vornehmlich der Vorstandsmitglieder – übernommen, sondern jeweils ein Mitglied übernahm die Leitung eines Projektes. Sie oder er konnten auf die Unterstützung der anderen Mitglieder jeder Zeit zurückgreifen. In den regelmäßigen Vorstandsitzungen wurde über den Fortschritt eines Projektes informiert und diskutiert.
Schon kurz nach der Gründung im Jahre 1995 übernahm der Stadtseniorat im Auftrag
der Stadt die Durchführung des Großen Seniorennachmittags der Stadt. Im 2-jährigen
Turnus Nagold wurde alle Bewohner der Stadt und der Teilorte über 65 Jahren in die
Stadthalle eingeladen. In den meisten Jahren konnte wir 600 – 800 Seniorinnen und
Senioren einladen.
In Zusammenarbeit mit der Nachbarschaftshilfe der Diakonie wurde in Nagold eine
Telefonkette für ältere- meist allein stehende - Menschen eingerichtet. Sie bestand
aus einem „Kapitän“ und einem Kreis zwischen 8 – 12 Personen. Der Kapitän rief als
ersten das erste Mitglied an. Dann erfolgte der Weiterruf an alle Mitgliederkette
und wenn der Ruf nach einer bestimmten Zeit wieder bei dem Kapitän zurück kam waren
alle Stationen erfolgreich angesprochen worden.
Meldete sich - ohne Grund - ein Mitglied nicht, war die Kette unterbrochen und der
„Kapitän“ versuchte Kontakt mit definierten Angehörigen, Nachbarn und Freunde, um
eventuell eine Notsituation festzustellen und die nötigen Hilfen zu organisieren.
Die Telefonkette war nicht nur eine Notfalleinrichtung sondern sorgte auch für
eine private, soziale Vernetzung der Mitglieder.
Das erste Projekt war die Einrichtung einer Sprechstunde im Bürgeramt des Rathauses im Jahr 2003. Jeweils am Markttag (Mittwoch) war ein Mitglied des Stadtseniorenrat für 2 Stunden im Bürgeramt und stand für Anfragen und Hilfestellungen zur Verfügung. In den ersten Jahren war das Büro gut besucht, aber nach 5 Jahren ließ der Besuch deutlich nach und nach einer kurzzeitigen Verlegung in die Seniorengaststätte „Mohren“ wurde die Sprechstunde in 2008 eingestellt
Durch die Erfahrungen im Bürgeramt wurde das Projekt des Seniorenwegweisers geboren. Es galt in übersichtlicher Form Adressen zu sammeln und in einer kleinen Broschüre zu veröffentlichen. Mit der Hilfe eines Sponsors – der Sparkasse Pforzheim Calw – konnten bis 2008 vier Auflagen zu jeweils 1000 Stück verteilt werden. Im Jahr 2010 wird ein neuer Seniorenwegweiser erstellt werden. Er wird als Broschüre und über das Internet verteilt werden
Im Rahmen der Arbeit des Bürgerforums C brachte sich der Stadtseniorenrat in die Gestaltung eines Fragebogens mit ein, der die Servicequalität und die Kundenfreundlichkeit Nagolder Geschäfte auch für Senioren bewertete. Für die erfolgreiche Zertifizierung wird ein Service-Siegel verliehen, das alle zwei Jahre neu überprüft wird.

Der Stadtseniorenrat veranstaltete Informationstage in der Alten Turnhalle und
später in der Stadthalle speziell für Seniorinnen, Senioren und der Angehörige.
Es sollten Produkte, Dienstleistungen und Hilfen ausgestellt und angeboten werden,
die am ehesten den Bedürfnissen dieser Personengruppe entsprachen.
Fast 40 Aussteller und zwischen 200 – 400 Besucher kamen zu dem Informationstag,
der dann durch die Gesundheitsausstellung der Stadt abgelöst wurde.
Für Lesefreunde hat der Stadtseniorenrat im Biosfair-Markt eine Bücherkiste eingerichtet, aus der kostenlos Bücher entnommen, in die aber auch gelesene Bücher eingestellt werden können. Dieses "Geben und Nehmen" funktioniert unkompliziert und kann durch eine kleine Spende honoriert werden.

Die Einkaufsmöglichkeiten für Seniorinnen in Nagold werden durch eine Classic-Modenschau der Firma Reichert unterstützt, die zweimal im Jahr mit Models auch aus dem Seniorinnenbereich ihre Angebote zeigt. Hier wird für Ältere was die Modelle und die Größen angeht, ein besonderes Ambiente gepflegt, das durch den Stadtseniorenrat initiiert wurde. Besonders schätzen die Kundinnen die Nähe zu den vorführenden Damen, die altersmäßig zu ihnen passen.

Mit zunehmendem Alter müssen ältere Menschen die Hilfe eines Arztes und/oder
Facharzt in Anspruch nehmen. Eine der ersten Fragen des Arztes ist die Frage nach
den verschriebenen und tatsächlich eingenommenen Medikamenten. In der Praxis sieht
man dann selten eine präzise Aufstellung der Arneien, sondern es wird meist von roten
oder blauen Pillen gesprochen und die zeitliche Einnahme ist sehr vage. Dabei sind
diese Angaben wichtig, in besonderen Fällen z.B. bei einer Notaufnahme im Krankenhaus
"lebenswichtig"!
Daher hat der Stadtseniorenrat eine Medikamentenkarte entworfen, die alle notwendigen
medizinischen Infomationen enthält und als scheckkartengroßes Dokument im Geldbeutel
oder Tasche mit geführt werden kann. Zusätzlich führt die Karte noch die Adressen des
Hausarztes und einer Kontaktperson für den Notfall auf.
Seniorenreisen waren und sind die wichtigsten Projekte des Stadtseniorenrates Nagold. In sorgfältiger Planung und exzellenter Durchführung wurden auf der Ebene der Seniorinnen und Senioren neue Kontakte zu den Partnerstädten Longwy in Frankreich, Jesenice/ Kranjska Gora in Slowenien und Friedrichroda in Thüringen geknüpft. Zu den beiden letzten Städten war die Verbindungen fast ganz abgerissen. Der Stadtseniorenrat kann sich zu Gute halten, dass die Kontakte wieder geknüpft wurden und auch schon Gegenbesuche erfolgt sind. Die Seniorinnen und Senioren wurden überall herzlich willkommen geheißen und wir trafen überall offene und liebenwerte Menschen. Die Stadtverwaltungen boten uns mit erheblichen Aufwand ein abwechslungsreiches Programm, mit Ausflügen und Besichtigungsprogrammen. Wir hoffen, dass wir bei neuen Gegenbesuchen – besonders bei der Landesgartenschau 2012 gute Gastgeber sein können.
Auf Wunsch der Stadt Nagold machte der Stadtseniorenrat den Versuch, eine Bürgerreise zu unserer Partnerstadt Longwy zu organisieren. Der Erfolg war überwältigend. wir hatten rasch 50 feste Anmeldungen und noch eine lange Warteliste.
Es wurde dann auch eine sehr gelungene Reise mit einem Empfang des Bürgermeisters und vielen Kontakten zu Stadträten und Bürgern. Tief beeindruckt waren wir von der Besichtigung der Longwyer Festungsanlagen, der Maginot anlagen und der Stadt Verdun.
Das Bild zeigt die Teilnehmer bei der Heimreise in der Renchtalhütte.
Überwältigend war für uns die Herzlichkeit mit der wir von unseren slowenischen Freunden empfangen wurden. Mit einem ortskundigen Führer lernten wir die Stadt, die Umgebung und auch "Land und Leute" kennen. Weitere Ziele war die Hauptstadt LJUBLJANA und die Tropfsteinhöhle Postojna. Der Höhepunkt aber war die Fahrt mit einer uralten Sesselbahn in Jesenice Plania Gulico zu den in voller Blüte stehenden Narzissenwiesen.
Das Bild zeigt die Teilnehmer. Im Hintergrund die julischen Alpen mit dem höchsten Berg Triglav.
Auf den Stelen an den Ortseingängen von Nagold steht " Mit Friedrichroda in Freundschaft verbunden". Diese Aussage wollten wir mit dieser Reise mit neuem Leben erfüllen.
Mit unseren Doppelstockbus und 68 Teilnehmer wurde es eine wunderschöne Reise. Mit einem Partnerschaftsabend zusammen mit Bürgermeister Herrn Klöppel und vielen alten Freunden, mit einer Wanderung zum Rennsteig mit Frau Mahr vom Tourismusbüro, mit dem Besuch der Städte Erfurt und Weimar und zum Abschluss mit dem Besuch des Glasmuseums in Gehlberg.
Das Bild zeigt die Teilnehmer auf der Treppe des Doms von Erfurt.
In sechs Kindergärten in Nagold sind die sogenannten "Leseomas" und "Leseopas" präsent, die nach einem abgesprochenen Plan ihre Geschichten für die Kinder vorlesen. Entstanden ist diese Aktivität aus der Überlegung, dass es für sprachärmere Kinder, auch aus dem Migrantenbereich, eine Bereicherung ist, immer wieder vorgelesen zu bekommen, etwas, was zu Hause oft nicht mehr geleistet werden kann. Für diese ehrenamtliche Tätigkeit wurde 2008 der Sozialpreis des Kreisseniorenrats verliehen.


... und Lese-Opa:

Lesen ist nicht nur für sich allein anregend. Auch in der Gruppe sich über Bücher auszutauschen, war die Grundidee für einen Lesekreis meist älterer Menschen, die sich einmal im Monat in der Stadtbibliothek Nagold treffen, um ein Lieblingsbuch oder eine Neuerscheinung vorzustellen oder kennen zu lernen. Im Rahmen der Landesliteratutage 2009 haben wir den Leseort auch mal ins Freie verlegt.
